„Wenn die Welt nur noch aus Lügen besteht, dann wird die Wahrheit das Einzige sein, was niemand mehr glaubt.“ Wie nah sind wir dieser Welt, in der Massenmedien und nicht Relevanz die Themen bestimmen, wir durch Nebensächlichkeiten von den wichtigen Ereignissen abgelenkt werden, in der durch Werbung systematisch Lügen verbreitet werden und die Politik uns hinters Licht führt? Wir sind ihr so nah, wie wir es zulassen. Wenn wir uns informieren, sind wir weniger anfällig für Propaganda; ebenso wenn wir Interessen und Subjektivitäten hinterfragen. Wenn wir die Schuld für unser eigenes Desinteresse und unsere abgestumpfte Anteilnahme auch bei uns selber suchen; wenn wir einsehen, dass gesellschaftliche Fehlentwicklungen auch mit uns, Mitglieder dieser Gesellschaft, zu tun haben, dann entfernen wir uns von so einer Welt. Dann haben wir die Chance unser Leben und unser aller Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. Bleib passiv.
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Den hoch interessanten und lesenswerten Hintergrundtext (Backstory) und weitere Infos zum Filmprojekt gibt’s auf: http://www.schwarzwiemilch.de/
In unserem letzten Artikel berichteten wir über englische Abgeordnete, die ihre Einflussmöglichkeiten auf Minister und Parlamentsentscheidungen für bescheidene 5 000 Pfund am Tag verhökern. Dagegen ist aus Deutschland bekannt, dass der Kauf ganzer Fraktionen wesentlich teurer, vielleicht aber auch effektiver ist und dass Parlamentarier teils Dutzenden gewinnbringenden Nebenjobs nachgehen. Doch das Problem liegt nicht allein in diesen Auswüchsen sich bereichernder Parlamentarier oder Parteien; es liegt in den Strukturen, die diesen Missbrauch überhaupt erst möglich machen.
Nach dem Spesen-Skandal um englische Parlamentsabgeordnete im vergangenen Jahr, erschüttert ein neuerlicher Vorfall die Insel. Im Glauben, einer Lobbyfirma gegenüber zu sitzen, boten mehrere Ex-Minister ihre Einflussnahme in die Entscheidungsprozesse der Ministerien an – gegen Geld, versteht sich. Pech für sie, dass die Gespräche von einem Fernsehkanal inszeniert und gefilmt wurden. Auch in Deutschland gehört offensiver Lobbyismus mehr und mehr zum Alltag. Dabei interessiert sich die Öffentlichkeit vor allem für Einzelfälle privater Vorteilsnahme und weniger für das strukturelle Problem des Machtmissbrauchs.
Unsere Rubrik »Schwarz auf Weiß«, in der wir regelmäßig jene journalistischen Seltenheiten verlinken, in denen einmal Tacheles geredet, investigativ recherchiert oder einfach unangepasst freigeistig geschrieben wird, fristet normalerweise ein randständiges Dasein. Diesmal gliche es jedoch unterlassener Hilfeleistung, wenn wir es einfach eurer Surflaune überließen, diesem Link nun zu folgen oder nicht.
Das jüngste Urteil des Obersten Gerichtshofes der USA stellt einen der schwersten Anschläge auf die ohnehin schon demokratisierungsbedürftige parlamentarische Demokratie dar.
Über den Mann, der versuchte, die Patienten vor überteuerten, unnötigen oder gar schädlichen Medikamenten zu schützen, und dafür auf Druck von Pharmaindustrie und schwarz-gelber Regierung entlassen wird.