Bleib passiv bei Flux.FM (ehe­mals Motor.FM)

Bleib-passiv bei Flux.FMNachdem unser Blog vor­über­ge­hend einen Dorn­rös­chen­schlaf hielt, geht es dafür nun gleich von Null auf Hundert.

Nicht nur hat un­sere Do­ku­men­ta­tion der Ad­bus­tings von Ber­liner Wahl­pla­katen un­ge­ahnte Be­liebt­heit er­langt. Nun hat uns auch gleich noch der Ra­dio­sender Flux.FM, der bis ges­tern noch unter dem Namen »Motor.FM« durch den Äther tönte, zu einem In­ter­view im Rahmen der (un­serem Bio­rhythmus ge­recht wer­denden) »Morningshow am Nach­mittag« eingeladen.

Im Ge­gen­satz zu un­serem letzten In­ter­view bei Radio Fritz, das ihr hier noch immer nach­hören könnt, und an das wir uns gern zu­rück er­in­nern, wird es diesmal keine Auf­zeich­nung, son­dern Live sein. Ein biss­chen auf­ge­regt sind wir ja schon.

Falls ihr zu­hören und ge­meinsam mit uns den ein oder an­deren Ver­has­pler la­chend er­leben wollt, dann schaltet ein:

Mitt­woch – 24. Au­gust – ab 16.00 Uhr

UKW
In Berlin und Bran­den­burg auf 100.6 MHz
In Stutt­gart auf 97.2 MHz
In Bremen auf 97.2 MHz

LIVE-STREAM
Folgt diesem Link.

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Hinter der Ästhetik bren­nender Autos

Vorsicht Krisengebiet (brennendes Auto)

Über­trie­bene Problemartikulation

Die neue Ästhetik des Widerstands

Über­for­de­rung der Po­lizei, Bür­ger­wehren, Bür­ger­kriegs­ähn­liche Zu­stände. Ist die Rede von London? Bir­mingham? Von Tau­senden jungen Men­schen, die Ge­schäfte plün­dern und Chaos ver­breiten? Mög­lich wäre es, aber die hier zi­tierten Schlag­wörter aus Le­ser­briefen in Ber­liner Qua­li­täts­zei­tungen be­ziehen sich auf die letzte Woche in der deut­schen Haupt­stadt. Was war passiert?

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Wahlplakate-Busting: Berlin-Wahlkampf 2011

FDP Ausbeutung (Close-up)

Die Neue Ehr­lich­keit: FDP

Ei­nige Wahl­pla­kate in Berlin zeigen seit kurzem ein ehr­li­cheres Ge­sicht, als es den be­tref­fenden Par­teien wohl lieb ist.

Nachdem es be­reits in zu­rück­lie­genden Wahl­kämpfen viele in­ter­es­sante Ad­bus­tings von Par­tei­pla­katen gab (Wahlplakate-Busting zur Bun­des­tags­wahl), gab es nun im Rahmen des Wahl­kampfs zur Ber­liner Ab­ge­ord­ne­ten­haus­wahl am 18. Sep­tember er­neut Adbusting-Aktionen,  die äußerst se­hens­wert sind.

Wir freuen uns, euch ei­nige Bilder prä­sen­tieren zu können, und ver­muten, dass dies erst der An­fang wei­terer „Kor­rek­turen“ an Par­tei­en­pro­pa­ganda war.

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Sparen, bis das Volk kommt

Revolutionärer Aufruf an der AkropolisSelbst die Bild-„Zeitung“, die seit Mo­naten mit ras­sis­ti­scher Hetze gegen die „faulen Grie­chen“ die Stim­mung an­heizt, kommt nicht mehr umhin fest­zu­stellen, dass „in Athen auf dem Syntagma-Platz immer mehr Men­schen von einer Re­vo­lu­tion spre­chen.“ Wäh­rend die Wohl­ha­benden ihr Geld auf aus­län­di­schen Bank­konten bun­kern, haben viele der De­mons­tran­tinnen und De­mons­tranten „nichts mehr zu ver­lieren, weil sie schon alles ver­loren haben.“ Dass sogar der Bild auf­fällt, dass ein Groß­teil der Grie­chen die Leid­tra­genden der von EU, IWF und Eu­ro­päi­schen Zen­tral­bank dik­tierten Spar­pro­gramme sind, ver­deut­licht den Ernst der Lage:

Die vor­ge­se­henen Spar­maß­nahmen, deren Ver­ab­schie­dung die Vor­aus­set­zung für ein neu­er­li­ches mil­li­ar­den­schweres Hilfs­paket dar­stellt, werden Grie­chen­lands Krise, die vor allem eine Krise für die Mehr­heit der Be­völ­ke­rung ist, weiter verschärfen.

78 Mil­li­arden Euro gilt es zu­sätz­lich in den kom­menden Jahren ein­zu­sparen. Nach dras­ti­schen Lohn– und Ren­ten­kür­zungen und der An­he­bung der Mehr­wert­steuer im letzten Jahr sollen nun Steuern auf Kfz und Heizöl steigen, Staats­be­diens­tete und Frei­be­rufler zur Kasse ge­beten, Zu­schüsse für Me­di­ka­mente ab­ge­senkt und vor allem Staats­ei­gentum im Wert von 50 Mil­li­arden Euro ver­äu­ßert werden. Grie­chen­land wird zur Plün­de­rung frei­ge­geben, was aber­mals eine Bild-Schlagzeile ex­em­pla­risch ver­deut­licht: „Ver­kauft doch eure In­seln, ihr Pleite-Griechen.“ Neben ei­nigen Ägais-Inseln geht es vor allem um den Ver­kauf von Ei­sen­bahn, Häfen, Wasser– und Gas­werken, Post oder Flug­häfen. Die Grund­lagen künf­tiger Steu­er­ein­nahmen sollen von heute auf morgen ver­schleu­dert werden. Trans­na­tio­nale Kon­zerne von Sie­mens bis Hoch­tief reiben sich die Hände, wäh­rend zu er­war­tende mas­sive Preis­stei­ge­rungen die Da­seins­vor­sorge für viele Men­schen in Grie­chen­land un­be­zahlbar ma­chen werden. Athen ist zu einer der teu­ersten Städte Eu­ropas ge­worden. Ein Pfund Butter kostet be­reits 5 Euro.

Die Be­ra­tungen im Athener Par­la­ment über das Spar­paket haben be­gonnen und sollen bis Mitt­woch an­dauern, der­weil be­reiten sich die Grie­chen auf die bis­lang um­fas­sendsten Pro­teste vor. Ab Dienstag früh soll mit einem 48-stündigen Ge­ne­ral­streik und einer 48-stündigen Par­la­ments­blo­ckade die Ab­stim­mung des neuen „Hilfs­kre­dits“ im Par­la­ment ver­hin­dert werden. Schon seit Wo­chen pil­gern all­abend­lich Tau­sende Men­schen auf den zen­tralen Syntagma-Platz, auf dem sie sich in einer Gen­re­al­ver­samm­lung die Sorgen vom Leib reden. Sie for­dern end­lich echte De­mo­kratie und damit tat­säch­lich nicht we­niger als – wie die Bild-„Zeitung“ es auch schon wahr­ge­nommen hat – eine Revolution.

Mo­bi­clip zur 48-Stunden-Blockade

 

Debto­cracy

Grie­chi­scher Do­ku­men­tar­film über die Gründe der Krise und die mög­liche Lö­sung durch die Er­klä­rung der Schulden zu odious debts, ver­ab­scheu­ungs­wür­dige Schulden, die nicht zu­rück­ge­zahlt werden müssen. Sehenswert!

 

Monitor-Beitrag über die Ge­winner der Griechenland-Krise: Groß­banken und Versicherungen

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Ge­schichte wird ge­macht — es geht voran!

Spanier demonstrieren gegen SystemfehlerEin Ge­spenst geht um das Mit­tel­meer, das Ge­spenst de­mo­kra­ti­scher Be­we­gungen. Galten Re­vo­lu­tionen auf dem eu­ro­päi­schen Kon­ti­nent spä­tes­tens seit 1989/90 le­dig­lich als Be­frei­ungs­schläge ver­gan­gener Jahr­zehnte, so zeigt sich nun­mehr, dass die Zeiten pro­gres­siver Auf­stände längst noch nicht vorbei sind. In Spa­nien hau­chen jetzt die Men­schen dem Satz: “Wir zahlen nicht für eure Krise” neues Leben ein. Ein kurzer Blick auf die #spa­nishre­vo­lu­tion.

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Das Schei­tern des Westens

Osama bin LadenUS-Soldaten haben den is­la­mis­ti­schen Ter­ro­risten Osama bin Laden li­qui­diert und damit die po­li­tisch ver­ord­nete “Kill Mis­sion“ zu einem – dieser Logik fol­gend – er­folg­rei­chen Ende ge­führt. Doch ab­seits dieser Wahr­neh­mung, end­lich den Haupt­ver­ant­wort­li­chen für die Ter­ror­an­schläge vom 11. Sep­tember 2001 der ge­rechten Strafe zu­ge­führt zu haben, of­fen­bart sich vor allem eines: die mo­ra­li­sche Nie­der­lage des Wes­tens, ge­paart mit einer fa­talen Fehl­ein­schät­zung, wie is­la­mis­ti­schem Fun­da­men­ta­lismus und einem Hass auf das west­liche Le­bens­mo­dell bei­zu­kommen ist.

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Zur Person: Hans-Peter Friedrich

Hans-Peter Friedrich

Fo­to­grund­lage: Hen­ning Schacht/Wikimedia Commons

Die gute alte CSU ist zu­rück. Wäh­rend sich Teile der Partei nach dem Ab­gang ihres Shoo­ting­stars Gut­ten­berg auf Selbst­fin­dungs­kurs be­finden und ihre Prin­zi­pi­en­treue durch die ja­pa­ni­sche Atom­ka­ta­strophe arg ins Wanken ge­raten ist, ver­kör­pert der neue In­nen­mi­nister Hans-Peter Fried­rich jene Werte, die der Partei seit jeher die Ho­heit an den baye­ri­schen Stamm­ti­schen be­schert haben: Do­mi­nanz des Ka­tho­li­zismus, Law and Order, Res­sen­ti­ments ge­gen­über Fremden. Nach nur we­nigen Wo­chen im Amt hat Fried­rich sich sein Image zu­recht­ge­legt und das vor allem durch Be­nen­nung all jener, deren In­nen­mi­nister er nicht sein will: Mus­lime, Wirt­schafts­flücht­linge, Datenschützer.

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Smartmob: und Action!

Nachdem die theo­re­ti­sche Grund­lage für Smart­mobs im letzten Ar­tikel ge­legt worden ist, geht es nun an die prak­ti­sche Um­set­zung. Am Samstag, den 9. April heißt es in Berlin „Fall um gegen Atom­kraft – Steh auf für die En­er­gie­wende“. Pünkt­lich um 14 Uhr gilt es für die Teil­neh­me­rinnen und Teil­nehmer, ent­weder vor der CDU-Parteizentrale (Ecke Corneliustr./Klingelhöferstr.) oder rund um die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche (Breit­scheid­platz), plötz­lich um­zu­fallen und eine Mi­nute liegen zu bleiben. Der ge­sell­schaft­liche Druck auf die po­li­ti­schen Ent­schei­dungs­träger, schnellst­mög­lich aus der Atom­kraft aus­zu­steigen, soll somit weiter auf­recht er­halten werden. Ein Bei­spiel wie so ein Smartmob aus­sehen und welche Re­ak­tionen er her­vor­rufen kann, seht ihr im fol­genden Video aus der Schweiz. Und nicht ver­gessen: Für den syn­chronen Ef­fekt lohnt es sich, seine Uhr vorher, pas­sen­der­weise, nach der Atomuhr zu stellen. Wei­tere Infos auf Anti Atom Berlin.

 

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