Dachte eigentlich irgendwer, bei den Leistungen für Hartz-IV-Empfänger gäbe es keine Einsparpotentiale mehr? Weit gefehlt – die Bundesregierung belehrt uns seit Wochen eines Besseren. Zunächst war da die Ankündigung im nächsten Jahr 1,3 Milliarden Euro bei den Kosten für Qualifizierungsmaßnahmen einzusparen. Warum auch nicht? Wer erstmal über einen längeren Zeitraum arbeitslos ist, dessen Chancen auf einen qualifizierten Arbeitsplatz tendieren ohnehin gen Null. Das wissen auch die Politiker. Sie sagen es nur nicht so deutlich, handeln aber danach. Konsequent ist demnach auch die Abschaffung des Rentenzuschusses für Hartz-IV-Empfänger. Wenn die Langzeitarbeitslosen doch sowieso in der Altersarmut landen, wieso sollte dann noch für sie in die Rentenkassen eingezahlt werden?
Es folgte das Elterngeld. Dahinter steht die Frage: Muss die Unterschicht auch noch dafür belohnt werden, kleine Problemkinder in die Welt zu setzen? Muss sie nicht! Der Vorschlag aus dem Hause Köhler lautete folglich: Streichung der 300 Euro Elterngeld für Hartz-IV-Empfänger und für Mini-Jobber.
Dann hat sich auch das Ministerium für Arbeit und Soziales zu Wort gemeldet und angekündigt, bei den Wohnkosten für Leistungsempfänger kräftig sparen zu wollen. Zusätzlich sollen die Kommunen, denen weniger Geld zur Verfügung gestellt wird, das Recht erhalten, selbstständig die Maßstäbe festzulegen, wie groß und teuer angemessener Wohnraum für Arbeitslose sein soll. Einen Tipp bekamen sie indes vom Bundesministerium gleich mit auf den Weg: 25 Quadratmeter Wohnfläche für Alleinstehende sind ausreichend. Bislang gelten 45–50 qm Wohnfläche als angemessen, doch warum sollte nicht auch die Hälfte des Platzes genügen, um die soziale Hängematte aufzuspannen? Schließlich muss man die Faulenzer nicht auch noch mit Luxus-Appartements belohnen.
Da Experten bereits angemahnt haben, dass nur wenige Wohnungen in diesem Miniatur-Format zur Verfügung stehen, gilt es nun kreative Ideen zu entwickeln, wie die Begrenzung auf 5x5m pro Person dennoch umgesetzt werden kann. Eine gute Möglichkeit wäre es
alleinstehende Hartz-IV-Empfänger in Wohngemeinschaften zusammenzufassen. Warum sollten in einer geräumigen 90qm Wohnung, nicht vier Hartz-IV-Empfänger Platz finden und damit zugleich ihr bislang so tristes Dasein in der Einsamkeit überwinden. Neben der sozialen Komponente dieses Vorschlags gibt es sogar noch handfeste ökonomische Vorteile: Die Nebenkosten für Strom und Wasser könnten deutlich gesenkt werden, denn ein Kühlschrank verbraucht weniger Strom als vier und von einer Badewannenfüllung können auch mehrere Personen sauber werden.
Für all jene, die sich partout nicht ins Gemeinschaftsleben integrieren wollen, kann auch auf eine bereits erprobte Lösung zurückgegriffen werden. Im sächsischen Löbau wurde Hartz-4-Empfängern, deren Wohnung die Regelgröße überschritt, der überschüssige Wohnraum einfach abgesperrt. Amtliches Siegel an die Zimmertür und schon ist die Wohnung angemessen. So einfach geht’s – wenn man nur will. Von der Leyen übernehmen sie!



Das nennt man dann »Neue Soziale Marktwirtschaft« dahinter
steckt einfach nur die Armen sich selbst zu überlassen, damit der
Wohlstand bei denen Landet die eh zuviel davon haben.
Ifosil(Zitieren)
Gerade die 25 m² Wohnungen werden normalerweise in großem Maße von
Studierenden bzw. generell jungen Erwachsenen bezogen die gerade aus dem
Elternhaus entschwunden sind und ihre ersten eigenen Schritte
unternehmen.
Auf dieser Wohngröße war die Konkurrenz eh schon gigantisch.. warum also nicht nochmal den Druck erhöhen -.-
Sebastian Manthey(Zitieren)
Deutschland, Deine Ghettos…
… werden nun für Hartz IV-Empfänger dank Schwarz-Gelb bald wieder aufgebaut!
Ob sich die Regierung wirklich gut überlegt hat, zu welchen Zuständen
die Abschiebung von prekarisierten Bevölkerungsgruppen in die von ihr
für angemessen gehaltenen Wohnverhältnisse mittelfristig führen wird?
Dort könnte es dann durchaus so abgehen, wie derzeit schon in
Tschechien, wo sich die Briefträger nicht mehr ohne weiteres in
bestimmte Gegenden trauen.
Aber eine Lösung hat Frau von der Leyen sicher schon parat: Bürgerarbeiter als Briefträger!
Viel Spaß beim Anschauen des folgenden Youtube-Links:
http://www.youtube.com/watch?v=TwWo0oJXZyY
Kassandra(Zitieren)
Mit der angedachten Begrenzung auf 25 qm ist es ja nicht getan.
Irgendwann fällt einem neoliberalen Menschenfresser ein, daß ihm als
Student auch nur 7 qm in der Studi-WG zugestanden haben. Das muß
reichen. Diese Leute werden erst Ruhe geben, wenn alle Hartz
IV-Empfänger tot sind. Kill the poor!
crowdpleaser(Zitieren)
Die brauchen die Armen, die für sie im Niedriglohnsekt or arbeiten, damit sie ihre Gewinne steigern.
Hexe(Zitieren)
Im Gegenzug genehmigen sich die Produzierer der Armut weitere
Privilegien und lukrative Nebenjobs z.B. im Aufsichtsrat von Unternehmen
(=Kaffeetrinken). Die Dekadenz und Menschenveracht ung hat einen sehr
hohen Grad erreicht. Konnen sich die Eliten nicht vorstellen das das
geknechtete Volk mal zurückschlägt?
Alfonlein(Zitieren)
Das ist doch alles nicht wahr. Hoffentlich kommt mal keiner aus meinem Bekanntenkreis in solch eine Lage!
Yvonne(Zitieren)